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Liebe macht blind - und kostet 4.000 Euro

Viele Paare lernen einander im Internet kennen, aber nicht alle Geschichten haben ein Happy End: Seit Wochen schrieben sich ein Niederösterreicher und eine Frau (angeblich) aus Russland nette E-Mails. Ein Internet-Flirt, der den 27-Jährigen 4000 Euro kostete. (Mehr bei Krone.at)

Dating-Betrug: vom Opfer zum Täter

Am 1. April dieses Jahres wurde im baden-württembergischen Backnang eine Tankstelle überfallen. Soweit nichts Ungewöhnliches. Dass der Räuber es nicht für nötig hielt sich zu maskieren, vorher noch sein Auto volltankte und nur 230 Euro erbeutete ist schon etwas aussergewöhnlicher. Vollends bizarr wurde die Geschichte allerdings, als der 31-Jährige den Grund für seinen Raubzug angab. Er war von einer Frau in einer "Flirt-Line" ausgenommen worden. Wenn dem so ist, dann zieht der (zum Glück seltene) Betrug beim Online-Dating schon Folgeverbrechen nach sich ...

Über die Masche, die dahinter steckt, haben wir an dieser Stelle bereits berichtet.

Unseriöse Werbung für SMS-Kontaktmärkte in Partnerbörsen

Börse Online hat einen Artikel der Financial Times zum Thema SMS-Kontaktmärkte: "Mit einem Trick wird auf dem boomenden Markt der Partnerbörsen Millionen gemacht. Die seriösen Anbieter können sich dagegen kaum wehren. Hinter den dubiosen Singles stehen undurchsichtige Unternehmen." Hier geht es zum Artikel.

Britisches Amt für Verbraucherschutz warnt vor Dating-Betrügern

Das Office of Fair Trading warnt in einer Mitteilung vor wachsendem Betrug bei Online-Dating-Diensten im Vereinigten Königreich.

Der Betrug geht wie folgt von statten: Der Betrüger meldet sich zunächst mit gefälschten Daten bei diesem Service an und sucht aktiv nach geeigneten "Partnern". Dann nimmt er Kontakt auf und baut im Laufe einiger Tage oder Wochen eine Vertrauensbasis auf. Ist die geschaffen, schlägt er ein persönliches Treffen vor. Und jetzt kommt der Haken. Der Flirter gibt nun vor, sich die Reise nicht selbst leisten zu können, und bittet um einen finanziellen Zuschuss. Wird dieser "Zuschuss" über einen nicht zurück verfolgbaren Kanal (wie zum Beispiel Western Union) geleistet, ist das Geld anschließend ebenso verschwunden wie der vermeintliche Traumpartner.

Alternative Szenarien nennt das OFT ebenfalls:

  1. Der Flirt-Partner gibt vor, auf dem Weg zum gemeinsamen Treffpunkt irgendwo ohne Geld und Tickets gestrandet zu sein und bittet um dringende (natürlich finanzielle) Hilfe;
  2. Der Flirt-Partner gibt vor, überfallen und zusammengeschlagen oder schwer erkrankt zu sein, und benötigt Geld für medizinische Zwecke.

Oftmals werden solche Aktivitäten von Massenmails eingeleitet. Daher rät das OFT zur Vorsicht vor unpersönlichen eMails, die von höchst attraktiven Singles kommen, die aber ansonsten über kein anderes Kommunikationsmittel zu erreichen sind.

Hier geht es zur Warnung.