Warum Frauen im Vorteil sind
Es ist eine Tatsache: Frauen weisen ein höheres verbales Können als Männer auf. Das äußert sich schon in einem Wortschatz, der im Schnitt fünf Prozent größer ist. Erstaunlicherweise sind es jedoch zumeist Männer, die sich des Wortes in der Öffentlichkeit bemächtigen – Politiker, Schriftsteller, Prominente. Der Mann an sich hat offenbar einen starken Drang zum gesprochenen und geschriebenen Wort – selbst dann, wenn er eigentlich nichts zu sagen hat. Quantität ist eben nicht gleich Qualität.
Trotzdem: Frauen fühlen sich eigentlich wohler in der Welt der Wörter. Dadurch ist das weibliche Geschlecht beim Flirt im Internet natürlich privilegiert. Fantasievolle Formulierungen ergänzen dort eine soziale Kompetenz, derer sich Frauen ohnehin rühmen. Da müssen wir Männer uns anstrengen, um mithalten zu können. Belege dafür finden sich bei einer Nebenerscheinung des Online-Datings: dem Cybersex. Groß angelegte Online-Befragungen in den USA zeigten deutlich den "kleinen Unterschied" zwischen Männern und Frauen.
Zwar ergaben die Untersuchungen eine sexualbezogene Netzaktivität bei 86% der Männer und 14% der Frauen. Allerdings bevorzugten 50% der weiblichen und nur 25% der männlichen Befragten dabei den textbasierten zwischenmenschlichen Cybersex. Im Klartext: Frauen bevorzugen die Bilder in ihren eigenen Köpfen, Männer die im Netz vorhandenen, nämlich Cyberpornografie. Das weibliche Geschlecht kann folglich nicht nur besser flirten – es hat auch mehr Spaß am Sex im Netz.
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